Alle reden vom Klimawandel und CO2  Ausstoß!               Aber, wer schützt uns vor den „Pflanzenschutzmitteln“?

 

 

Jeder Einzelne kann unsere Umwelt und unser eigenes Leben und die Gesundheit welche unter dem verantwortungslosen Umgang mit Pestiziden, Herbiziden und Fungiziden leiden, schützen.

 

  • Wir sind es, die schnell und täglich billige Nahrungsmittel haben wollen.
  • Wir sind es, die ohne Rücksicht auf unsere eigene Umwelt bevorzugt werden wollen.
  • Wir sind es die dem Slogan folgen „Geiz ist Geil“
  • Wir sind es, die die Natur, die uns unsere tägliche Nahrung liefert, vor ihrer Zerstörung schützen können.

 

Nicht „die da oben“ und schon gar nicht nicht die Lobbyisten der „Pflanzenschutzmittel“-Hersteller retten unsere Natur.

 

 Wir - und nur Wir können dies bewirken.

 

 

 

Was sind Pestizide?

 

Als Pestizide werden viele unterschiedliche chemisch-synthetische Stoffe und Stoffkombinationen bezeichnet, die giftig auf im jeweiligen Anwendungsbereich unerwünschte Organismen (Tiere oder Pflanzen) wirken. Der Begriff "Pestizide" stammt vom englischen Wort "pest" (Schädlinge).
Man kann die Pestizide nach Einsatzzweck unterteilen:

 

  • in sogenannte "Pflanzenschutzmittel" im Agrar-, Forst- und Gartenbereich und
  • Biozide zur Bekämpfung unerwünschter Lebewesen im Haushalt,
  • Außerdem werden die Gifte nach "Ziel-Organismen" eingeteilt.
  • So gibt es etwa Insektizide (gegen Insekten)
  • Herbizide (gegen Pflanzen)
  • Fungizide (gegen Pilze) und weitere.

 

Mit diesem Kampfstoffmix führen wir in Feld und Garten seit Jahrzehnten einen erbarmungslosen Krieg gegen Pflanzen und Tiere. Jeder Auto- und Motoradfahrer weiß, dass heutzutage kaum noch Insekten auf den Windschutzscheiben oder der Motorradbrille kleben. Schön und gut, aber wer bestäubt dann unsere Obstbäume, wer liefert Honig und wovon sollen sich Vögel oder größere Tiere ernähren, wenn die gesamte natürliche Nahrungskette an ihrer Wurzel nachhaltig durch Menschen ausgerottet wird. Die meisten der oben aufgelisteten Gifte wirken eben nicht nur, wie von den Herstellern behauptet, „ganz gezielt“. Am Ende sind wir Menschen diejenigen, die die Folgen dieses Krieges gegen zu Schädlingen erklärte Pflanzen und Tiere tragen. Dann sind wir die sogenannten Kollateralschäden.

 

 

 

Setzen Sie auf Biologische Pflanzenschutzmittel!

 

Lassen Sie sich von einem geringen Befall nicht aus der Ruhe bringen, er geht in einem naturnahen Garten meist von selbst zurück. Bei länger anhaltendem, stärkerem Befall, der meist als Folge ungewöhnlicher Witterungsverhältnisse auftritt, sollten Sie nur auf biologische Pflanzenschutzmittel zurückgreifen, beispielsweise Extrakte aus bestimmten Pflanzen, oder mechanische Maßnahmen durchführen. Setzen Sie keine chemischen Gifte ein. Diese belasten die Selbstregulationskräfte der Natur nachhaltig.

 

 

 

Handarbeit

 

Das frühzeitige Absammeln von "Schädlingen" verhindert deren Vermehrung und beugt so größeren Schäden vor. Sinnvoll ist zum Beispiel: Kohlpflanzen von Raupen des Kohlweißlings und Kartoffelpflanzen von Kartoffelkäfern zu befreien. Blattläuse werden einfach mit den Fingern von den Pflanzen abgestreift. Das Abschneiden von befallenen Pflanzenteilen dämmt eine Krankheit oft erfolgreich ein. Die kranken Blätter, Triebe, Äste oder die ganze Pflanze müssen vernichtet werden.

 

 

 

 

 

Pflanzenjauchen,- Tees und -Brühen

 

...sind schnell wirksam, vertreiben "Schädlinge" und stärken die Abwehrkräfte der Pflanzen. Die Wirkung von Pflanzenextrakten, genau wie die von Mischkulturen, beruht auf der Fähigkeit vieler Pflanzen, natürliche Abwehrstoffe zum Schutz vor Insekten, Pilzen und anderen Organismen zu bilden. Zu den sehr wirksamen Abwehrstoffen gehören etwa Koffein oder Nikotin. Auch Bitterstoffe, Gerbsäuren und stark riechende ätherische Öle verderben vielen "Pflanzenfeinden" den Appetit. Pflanzen sind also oft gar nicht so hilflos, wie es den Anschein hat.

 

 

 

Pflanzenextrakte selber machen

 

Die Jauchen und Brühen werden in Gefäßen aus Holz, Steingut, notfalls auch Plastik hergestellt. Metallgefäße sind ungeeignet. Die Gefäße deckt man mit Maschendraht ab, damit keine Vögel darin ertrinken können. Die Pflanzen werden kurz vor ihrer Blüte in unserem Spezial-Kräuterbeet gesammelt (Kräuter nicht einfach aus der Natur entnehmen), zerkleinert und frisch oder getrocknet mit Regenwasser übergossen. Damit sie völlig vom Wasser bedeckt sind, kann man sie auch mit einem Stein oder Ziegel beschweren.

 

 

 

Jauche

 

...ist fertig, wenn sie nicht mehr schäumt. Es kann ein bis drei Wochen dauern, bis der Gärungsprozess abgeschlossen ist. Solange müssen wir den Sud täglich einmal kräftig umrühren. Die Zugabe von Steinmehl (eine Handvoll auf zehn Liter) mindert den Gestank, der bei der Gärung entsteht.

 

 

 

Kaltwasserauszüge

 

...werden angefertigt, indem Pflanzenteile 12 bis 24 Stunden in kaltem Wasser ziehen.

 

 

 

Brühen

 

...werden aus 24 Stunden lang in kaltem Wasser eingeweichten Kräutern, die anschließend etwa eine halbe Stunde gekocht werden, erzeugt.

 

 

 

Tees

 

...werden wie andere Kräutertees hergestellt, indem frische Pflanzenteile mit möglichst heißem Wasser übergossen werden.

 

 

 

Welche Wildkräuter oder Kulturpflanzen eignen sich?

 

Viele Wildkräuter, aber auch Kulturpflanzen besitzen Wirkstoffe zum Schutz vor Insekten und anderen Organismen. Zu den Kulturpflanzen, welche zur Abwehr von Blattläusen empfohlen werden, gehören Kartoffeln (Brühe aus den Schalen), Rhabarber (Tee aus Blättern) und Zwiebeln (Tee aus den Schalen). Ein Tee aus 200 Gramm frischen Tomatenblättern auf zehn Litern Wasser wirkt gegen Kartoffelkäfer und verschiedene Raupen.

 

 

 

Mechanische Maßnahmen

 

Durch feine Netze oder Vliese, die mit Drahtbögen hochgehalten werden, schützen wir Gemüsebeete vor unliebsamem Insektenbesuch. Schneckenzäune können das Eindringen der hungrigen Weichtiere verhindern. Höhere Zäune halten Kaninchen und Hasen fern. Um die Stängel von Kohlpflanzen gelegte Kohlkragen verhüten die Eiablage der Kohlfliegen. An den Stämmen von Obstbäumen angebrachte Fanggürtel dienen vielen Insekten im Herbst als Unterschlupf. Sie müssen immer wieder erneuert und vor ihrer Vernichtung auf "Nützlinge" (z. B. Marienkäfer, Ohrwürmer) kontrolliert werden. Vorsicht bei Leimringen! Mit Leim versehene Fanggürtel, die zur Bekämpfung des Frostspanners am Stamm angebracht werden, sind zwar wirkungsvoll, aber auch tödlich für viele "Nützlinge", zum Teil sogar für Vögel.

 

 

 

Biotechnische Verfahren

 

Duftstoffe, optische und akustische Reize können "Schädlinge" anlocken oder abschrecken. Diese Maßnahmen wirken meist gezielt und sind ungefährlich für die Umwelt. Pheromonfallen locken durch arttypische Sexualduftstoffe männliche Insekten in die Falle. Sie werden vor allem im Obstbau gegen Apfelwickler eingesetzt, verringern die Anzahl der "Schädlinge" aber nicht wesentlich. Zu den Fraßlockstoffallen gehört beispielsweise die "Bierfalle" zum Schneckenfang. Guten Erfolg bringen klebrige Gelbtafeln, die etwa Kirschfruchtfliege und Weiße Fliege auf den Leim locken. Aber Vorsicht, da auch "Nützlinge" gefangen werden! Knallgeräte oder Tonbandgeräte mit Warnrufen sind gegen fruchtfressende Vögel im Einsatz.