Warum ist Honig fest und warum ist er flüssig?

Honig besteht überwiegend aus Zucker sowie Wasser. Außerdem gibt es noch eine große Menge an Substanzen, wie Duft- und Geschmacksstoffe, die nur in sehr kleinen Mengen vorkommen. Die beiden wichtigsten Substanzen im Honig heißen Glucose und Fructose. Wieviel davon enthalten ist, wird durch die Zusammensetzung des Nektars der Blüten bestimmt, an welchen die Bienen zum sammeln, für den Honig, waren. Diese beiden Zucker, Fructose und Glucose, unterscheiden sich in einer wichtigen Eigenschaft. Die Glucose bildet mit der Zeit Kristalle, wie sie beim Salz oder Haushaltszucker bekannt sind. Die Fructose dagegen bleibt flüssig.

 

Für die Beschaffenheit eines Honigs bedeutet das:

Je mehr Glucose den Zuckergehalt des Honigs bestimmt, desto schneller wird er fest und kristallisiert. Durch die vielen Kristalle bekommt der Honig ein mattes Aussehen, wie z. B. Rapshonig oder Mischhonige wie Früh- oder Sommertracht.

Enthält ein Honig dagegen viel mehr Fructose als Glucose bleibt er lange Zeit, über viele Jahre hinaus, flüssig und klar.

Der einzige heimische Honig, der diese Eigenschaft besitzt, ist Honig der Robinie oder Falsche Akazie.

Alle anderen Honige kristallisieren im Laufe der Zeit und werden fest.

 

Die Glucosekristalle lassen sich durch sanftes Erwärmen des Honigs, Maximal bis 40° C, wieder auflösen.

Vergleichbar mit Haushaltszucker im heißen Tee.

Dann ist der Honig wieder flüssig.